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Stolpen Sächsische Schweiz, Elbsandsteingebirge

Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 - 2020



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Organisations- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der kommunalen Bauhöfe der Stadt Stolpen und der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach zur Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit

Die interkommunale Zusammenarbeit wird insbesondere im ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies begründet sich vor allem damit, die Aufgabenerfüllung effizienter zu gestalten und die Leistungsfähigkeit, unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der finanziellen Möglichkeiten, zu erhalten und zu steigern. Die Projektbeteiligten sehen auch in der Region Stolpen/Dürrröhrsdorf-Dittersbach ein großes Potential gemeindliche Aufgaben zu bündeln.

Die Stadt Stolpen und die Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach haben bereits im Jahr 1993 zur Wahrnehmung der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung den Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittlere Wesenitz“ (WAZV „Mittlere Wesenitz) gegründet. Dies war ein erster Schritt zum Ausbau der kommunalen Zusammenarbeit zwischen beiden Kommunen. Aus heutiger Sicht eine richtige Entscheidung, die zu einer soliden Wasserver- und Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet geführt hat.

Die Stadt Stolpen (5.700 Einwohner, Fläche: 60 km²) und die Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach (4.200 Einwohner, Fläche: 48 km²) beabsichtigen nunmehr, weitere Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der kommunalen Bauhöfe zu prüfen. Die Bauhöfe nehmen insbesondere Aufgaben in den Bereichen der Straßen- und Gewässerunterhaltung, der Grünflächenpflege, der öffentlichen Beleuchtung, des Winterdienstes und teilweise im Gebäudemanagement (u. a. Hausmeister) wahr.

Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit können sowohl der Wissenstransfer (z. B. Erfahrungsaustausch), Bildung einer Einkaufskooperation, der gemeinsame Fahrzeug- und Technikeinsatz sowie die Beschaffung bis hin zu einer organisatorischen Zusammenführung der Bauhöfe sein.

Die Kosten der Organisations- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung belaufen sich auf 16.600,00 €. Bei einer Förderqute von 80 Prozent ergibt sich ein Eigenanteil von 3.320,00 €.



Schulhof-/Freiflächengestaltung an der Grundschule in Stolpen


Die Stadt Stolpen plant die Umgestaltung des Schulhofes an der Grundschule/Hort in Stolpen. Für das Vorhaben wurde ein Fördermittelantrag nach Richtline LEADER/2014 beim Regionalmanagement „Sächsische Schweiz“ in Pirna gestellt.

Bei einer entsprechenden Zuwendungsbereitstellung könnte das Vorhaben im Jahr 2018 umgesetzt werden. Mit der Umsetzung des Vorhabens ist angedacht, die bestehenden defizitären Bedingungen im Bereich der Außenanlage des Objektes Grundschule/Hort in Stolpen zu beseitigen. Schwerpunkt der baulichen Investitionen soll die komplette Neuerrichtung einer zentralen multifunktionalen Spielgeräteeinheit (Klettern, Hangeln, Steigen, Balancieren) einschließlich des erforderlichen Fallschutzes sein. Tangierend dazu sind die seitliche Freiflächenabgrenzung der Spielplatzfläche durch eine massive Bank aus Sandstein mit Holzauflagen sowie der Einbau einer Sandkastenspielfläche mit funktionaler Abdeckung/Son-nensegel und seitlichen Sitzgelegenheiten abseits vom zentralen Klettergerät geplant.

Die bisher geschätzten Investitionskosten belaufen sich zusammen auf 110.679,21 Euro. Bei einer Förderquote von 80 Prozent ergeben sich Eigenmittel für die Stadt Stolpen von 22.135,84 Euro.


Spielplatzsanierungen Langenwolmsdorf und Heeselicht

Die Stadt Stolpen plant eine Sanierung des Spielplatzes an der Grundschule in Langenwolmsdorf sowie des Spielplatzes Hofestraße in Heeselicht. Für die beiden Vorhaben wurde ein Fördermittelantrag nach Richtline LEADER/2014 beim Regionalmanagement „Sächsische Schweiz“ in Pirna gestellt.

Bei einer entsprechenden Zuwendungsbereitstellung könnten die Vorhaben im Jahr 2018 umgesetzt werden. Neben der notwendigen Erneuerung der vorhanden Spielgeräte ist auch eine funktionale Erweiterung dieser angedacht.

Die bisher geschätzten Investitionskosten belaufen sich in Summe auf 79.102,51 Euro. Bei einer Förderquote von 80 Prozent ergeben sich Eigenmittel für die Stadt Stolpen von 15.820,51 Euro.



Ein Bürgerhaus für alle im Zentrum der Burgstadt Stolpen

Konzeption zur Funktionsanreicherung und Nutzungserweiterung eines historisch bedeutsamen Gebäudes (Markt 26 )

Das Haus Markt 26 befindet sich direkt im Zentrum der Burgstadt Stolpen. Esbeeindruckt nicht nur durch seine Größe – es ist mit elf Fensterachsen, seinem gaubengeschmückten Dach und seinem stattlichen Portal eindeutig das imposanteste am Ort. 35 Jahre lang – von 1798 bis 1833 – diente das Haus als Verwaltungssitz des Amtes Stolpen; später – von 1852 bis 1952 – als Amtsgericht. Seit 1993 beherbergt es das Stadtmuseum Stolpen. Mehrfach hatte es hohe Gäste. So nutzte General Blücher es während der Befreiungskriege als Quartier. Später – im August 1813 –übernachtete Napoleon mit seinen Generälen und Offizieren in diesem Gebäude, bevor er nach Dresden und Leipzig weiterzog.

Gegenwärtig wird das Gebäude Markt 26 durch die Stadt Stolpen grundlegend baulich saniert und im Inneren modernisiert. Es ist geplant, dass u.a. die Tourist-Information ihr neues Domizil im Haus erhält. Ziel ist es, bis zum 800-jährigen Stadtjubiläum 2018 ein "Bürgerhaus" zu schaffen, das in seiner Funktion und durch seine Ausstrahlung in vielfältiger Art und Weise dazu beiträgt,

  • die Lebensqualität der ortsansässigen Bevölkerung zu erhöhen
  • die Attraktivität der Burgstadt für zuzugswillige Neubürger zu steigern
  • im innerstädtischen Bereich einen Anziehungspunkt für Touristen nachhaltig zu etablieren
  • das Stolpener Stadtzentrum zu beleben.

Neben der baulichen Instandsetzung des Gebäudes Markt 26 muss nun verstärkt Gegenstand der Überlegung sein, wie mit geeigneten Maßnahmen im Hinblick auf Funktionserweiterung und Nutzungsintensivierung die gewünschten Effekte (siehe oben) erzielt werden können. Diesen Zweck soll die beantragte Konzeption verfolgen.

Ziel der zu erarbeitenden Konzeption ist es,

  • Möglichkeiten einer multifunktionalen Nutzung des Gebäudes Markt 26 aufzuzeigen.
  • die Qualitätsverbesserung des touristischen Service durch entsprechende Angebote voran zu treiben.
  • konkrete Funktionen zu bestimmen, die das Haus erfüllen sollte, um von möglichst vielen Einwohnern und Gästen der Stadt als "Bürgerhaus" verstanden und dauerhaft praktisch angenommen zu werden,
  • im Gebäude konkrete Bereiche für die Aufnahme resp. Umsetzung bestimmter Teilfunktionen festzulegen,
  • vorzuschlagen, inwieweit und in welcher Weise die Realisierung dieser Funktionen

Ergänzungen im Bereich des Interieurs fordert,

  • die Art, Menge und Beschaffenheit solcher Ergänzungen konkret zu bestimmen, sodass deren praktische Umsetzung kalkulierbar und zeitnah umsetzbar wird,
  • Vorschläge zu entwickeln, wie das Bürgerhaus dazu beitragen kann, die Verbundenheit der Stolpener Bürger und der Einwohner der Region, besonders auch der Kinder und Jugendlichen, mit ihrer Heimat zu fördern,
  • Anregungen für Besucher resp. Gäste der Stadt zu schaffen, sich nicht nur innerhalb des Gebäudes Informationen über die Stadt, ihr aktuelles Leben, ihre historischen Besonderheiten und ihr nahes Umland zu verschaffen, sondern zielgerichtet die entsprechenden Originalobjekte und -situationen in der Stadt kennenzulernen,
  • dabei auch die bisherigen Bestände des Stadtmuseums (soweit sie sich dazu eignen) in einer Weise einzubeziehen, evtl. zu ergänzen und zu einer Ausstellung über die 800-jährige Stadtgeschichte aufzubereiten, die zeitgemäßen Präsentationsformen entspricht.

Bauliche Veränderungen am Gebäude Markt 26 sind nicht Gegenstand der Konzeption!

Die Kosten für die Konzepterarbeitung belaufen sich auf 12.376,00 Euro. Bei einer Förderquote von 65 Prozent ergibt sich ein Eigenanteil von 4.361,60 Euro.

 

 

Burgstadt Stolpen - Sächsische Schweiz