Natur in Stolpen
Kultur

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Auch im kulturellen Bereich hat die Stadt Stolpen und das Umland einiges zu bieten. So finden sich zahlreiche kleine wie große Veranstaltungs-Höhepunkte im Plan. Die historische Burganlage im Zentrum von Stolpen ist zudem der Besucher-Magnet der Stadt. Auf dieser Seite finden Sie weitere Informationen zur Basaltkönigin sowie zu den Herbig-Orgeln.

Die Stolpener Basaltkönigin

19. Basaltkönigin Leoni Gottlöber
19. Basaltkönigin Leoni Gottlöber

Jedes Jahr findet in Stolpen am Tag des offenen Denkmals (2. Sonntag im September) und im Rahmen des Herbstmarktes die Krönung der Basaltkönigin statt.

Die Basaltkönigin repräsentiert ein Jahr lang Burg und Stadt Stolpen. "Ihre Majestät" fungiert in der Öffentlichkeit als Botschafterin. Auf verschiedenen Gebieten muss die zukünftige Basaltkönigin über ein umfangreiches Wissen verfügen. Persönliches Engagement und eine enge emotionale heimatliche Bindung sind ebenfalls Voraussetzung für die Ausübung des Amtes.

Die Basaltköniginnen der letzten Jahre

2025/26 19. Basaltkönigin Leoni Gottlöber
2024/25 18. Basaltkönigin Alina Wendt
2023/24 17. Basaltkönigin Nicole Gräfe
2021/22/23 16. Basaltkönigin Sophie Sonntag
2019/20/21 15. Basaltkönigin Leoni Weser
2018/19 14. Basaltkönigin Lea Zinke
2017/18 13. Basaltkönigin Bettina Uhlemann
2016/17 12. Basaltkönigin Vera Tuschling
2015/16 11. Basaltkönigin Lydia Eisold
2014/15 10. Basaltkönigin Jessica Meiser
2013/14 9. Basaltkönigin Jessica Lietze
2012/13 8. Basaltkönigin Vanessa Göbel
2011/12 7. Basaltkönigin Juliane Sonntag
2010/11 6. Basaltkönigin Stephanie Sethmacher
2009/10 5. Basaltkönigin Lysanne Beyer
2008/09 4. Basaltkönigin Anja Hentschel
2007/08 3. Basaltkönigin Katleen Batista
2006/07 2. Basaltkönigin Marie Zumpe
2005/06 1. Basaltkönigin Christiane Barthel

Herbig-Orgeln

Die Herbrig-Orgeln aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind ein bedeutender kulturhistorischer Schatz in der Region um Stolpen. Sie wurden in den Werkstätten der Orgelbauerfamilie Herbrig gefertigt.

Die Orgelbauerfamilie Herbrig

Orgel von Wilhelm Leberecht Herbrig der evangelisch-lutherischen St.-Lorenz-Kirche Stolpen-Altstadt
Orgel von Wilhelm Leberecht Herbrig der evangelisch-lutherischen St.-Lorenz-Kirche Stolpen-Altstadt, Autor: Wolfgang Reich, Foto ohne Änderungen

Die Herbrig-Orgelbauerfamilie, bestehend aus Christian Gottfried Herbrig (1772–1850) und seinem Sohn Wilhelm Leberecht Herbrig (1810–1871/72), stammte aus Taubenheim an der Spree. Die Familie lebte in verschiedenen Orten, darunter Ottendorf, Altstadt bei Stolpen, Langenwolmsdorf, Klein- und Großdrebnitz. Wilhelm Leberecht Herbrig wanderte 1871 mit seiner Familie nach Amerika aus. Einer seiner Nachkommen wurde dort ein angesehener Geigenbauer.

Die Herbrigs hielten sich bei ihren Orgeln nicht an den vorherrschenden Geschmack ihrer Zeit, der weichere Konturen und effektvolle Dynamik bevorzugte, sondern schufen geradlinige Instrumente mit eigenständiger Disposition und Ausprägung. Die Herbrig-Orgeln zeichnen sich durch ihre schlichten Gehäuse aus, die nur wenige Ornamente aufweisen, und haben einen vollen und kraftvollen Klang.

Die Herbrig-Orgeln sind ein wertvoller Teil des kulturellen Erbes in der Region um Stolpen. Heute sind lediglich neun dieser historischen Instrumente von insgesamt mehr als zwanzig erhalten geblieben. Die Herbrig-Orgeln werden weiterhin regelmäßig in Gottesdiensten, zu festlichen Anlässen und in Konzerten gespielt. Deren Pflege und Erhaltung sind von großer Bedeutung und werden unter anderem von einer Arbeitsgruppe der Kulturwerkstatt Stolpen gewährleistet.

Die Herbrig-Orgelstraße

Die "Herbrig-Orgelstraße" ist eine bemerkenswerte kulturelle Initiative in der Region um Stolpen. Sie verbindet die wichtigsten Orte, an denen die Orgelbauerfamilie Herbrig lebte und arbeitete, und führt zu neun Kirchen mit den erhaltenen Orgeln aus ihrer Werkstatt. Diese Route ist jedoch nicht nur für Orgelfreunde von Interesse, sondern auch für Naturliebhaber und Touristen, da sie durch die atemberaubende Landschaft der Sächsischen Schweiz führt und an zahlreichen touristischen Attraktionen vorbeiführt.

Die "Herbrig-Orgelstraße" beginnt in Stolpen-Altstadt, wo Christian Gottfried Herbrig ab 1828 lebte und 1830 als "Orgelbauer" registriert wurde. Die Orgel in der Altstädter Kirche, die zwischen 1854 und 1856 gebaut wurde, wurde 2006 aufwendig restauriert und ist ein bedeutendes historisches Instrument.